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Studienreise innsbruck 06

jüngste studien über das österreichische volk

Normalerweise beginnt ein neues Jahr mit guten Vorsätzen. Favorit unter diesen ist sicher der gut gemeinte Glaube, mit dem Rauchen aufhören zu können. Andere behaupten gar, im neuen Jahr mit weniger Alkohol auszukommen (denn „kein Alkohol ist auch keine Lösung“). Letzterer Vorsatz wurde spätestens mit dieser Studienreise gebrochen und somit wären wir schon fast wieder da, wo wir Ende 2005 aufgehört hatten – gute Vorsätze ade!

Unsere Studienreise #1 führte uns nach Innsbruck, Hauptstadt des Bundeslandes Tirols. Einige Reiseteilnehmer hatten jedoch bis zum Schluss immer noch den Eindruck, man befinde sich in Salzburg. Woher diese Vorstellung kommt, kann man nur erahnen. Am Samstag Morgen begab sich die Gruppe unter der Leitung des (Ober-)Zugführers (nachfolgend Ozfhr genannt) Rohner nach Buchs. Auf dieser kurzen Reise wurden wir vom „G(!)uten Kasten“ begleitet, dessen Inhalt sich leider viel zu schnell verflüchtigt hatte. Aufgrund der weitsichtigen Planung des Ozfhr legten wir in Buchs eine stündige Pause ein. Erstens um die Defizite, die durch den „Guten Kasten“ entstanden waren, auszugleichen und zweitens um den Eurocity sicher nicht zu verpassen. Nach einer kurzen Tour durch die Metropole des Rheintals, geführt durch einen Ortskundigen, ging die Reise Richtung Osten weiter.

In Innsbruck angekommen wurde zuerst einmal ins Hotel eingecheckt, die Zimmer bezogen und die Zimmerordnung erstellt. Danach verschob man in die Altstadt, um die lokale Küche zu geniessen. Obwohl das Restaurant mit dem Namen „Wienerwald“ nicht wirklich Tiroler’sche Spezialitäten suggerierte, speisten und tranken wir vorzüglich. Anzumerken ist hier, dass Ozfhr Rohner und Wisi D nach jedem Bier einen Zettel hervornahmen und darauf etwas notierten. Auf dessen Zweck angesprochen, wurde erklärt, dass es sich dabei um einen Selbstversuch handelt, der anzeigen soll, an welchem Tag des Jahren der durchschnittliche Schweizer Bierkonsum (ca. 60L/Jahr) erreicht wird. Ich würde behaupten, dass dies wenigsten ein Vorsatz fürs Neue Jahr ist, der durchaus Sinn macht und wissenschaftlich höchst interessant ist. Nachahmern unbedingt empfohlen. Nach einer kurzen Erholungsphase im Hotel machten wir uns auf, das Nachtleben Innsbrucks zu erkunden. Einige konnten die bevorstehenden Stunden kaum erwarten und machten aus lauter Vorfreude vor dem Hotel derartige Luftsprünge, dass auch festgestellt werden konnte, dass polnische Jeans von minderer Qualität sind und deshalb schnell reissen...

Getreu dem Motto: „mir känned ihn nöd anderst, und Sie ihn jetzt au nöd“ zogen wir dann durch Innsbruck und dessen Pubs. Des Blässes überdrüssig verabschiedeten sich einige schon recht früh und verschoben zurück ins Hotel. Von den Verbleibenden wird überliefert, dass die Preise in gewissen Bar durchaus mit Schweizer Niveau mithalten können.

Am nächsten Morgen genossen wir bei schönstem Sonnenschein das Z’Morgen Buffet. Alle schienen den Abend gut überstanden zu haben und es brauchte niemand dem „Ueli“ zu rufen. Um auch noch kulturell auf unsere Kosten zu kommen, bestiegen wir den Innsbrucker Turm, von wo aus man einen wunderbaren 360 Grad Blick über die ganze Stadt hatte. Um die Zeit bis zur Abfahrt zu verkürzen, tranken wir noch einen über den Durst. Danach hiess es bereits wieder einsteigen, denn „wenn i offä han, fahr ich ab“! Auch auf der Rückreise legten wir in Buchs eine Pause ein. Diesmal jedoch unfreiwillig, weil der Eurocity einige Minuten Verspätung hatte. Und so fand auch diese Studienreise ein Ende.

Vielleicht noch ein Wort zu Ozfhr Rohner. Aufgrund seiner erbrachten Leistungen („denkt mit – macht weiter“) entschied das Gremium, ihn zum Oberzugführer zu befördern. Somit wäre auch der Organisator für die nächste Studienreise gefunden, denn dieser Grad muss noch abverdient werden.

Obgfr (militärischer Grad: Obenbefreiter) Staub Christoph

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