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wer studiert, sündigt nicht - ein fazit über das erste semester
ich studiere jetzt schon seit einem ganzen semester, dass heisst das erste semester ist vorbei. dies ist eine gute möglichkeit einmal fazit zu ziehen. die semesterferien bieten dazu auch gut raum und zeit, ich meine zwischen dem auskurieren des katers und dem ersten morgenbier.

was ich studiere, habe ich schon fast wieder vergessen, hauptsache ist aber, dass ich über eine legi verfüge. an der neusprachlichen zhw (zürcher hockey schule) auch campuscard genannt. diese wertvolle campuscard verschafft einem 10% rabatt auf den döner beim zermatt kepab. diese tasache und vor allem das wissen darum, erachte ich als wichtiger als zu wissen welche studienrichtung man belegt. mag sein, dass die titletragenden individuen wie professoren, doktororen, motoren und die dipl. sowiesos da anderer meinung sind, aber ich habe hier die federherrschaft - zumindest für einmal.

das erste semester benötigt man anyway dafür sich mit dem hochschulalltag vertraut zu machen. man wird mit diversem neuem konfrontiert. so laufen einem wissenschaftliche assistentinnen und assistenten über den weg, bei denen man sich nicht sicher ist, was deren aufgabe genau ist. so kann es sein, dass ein wissenschaftlicher assistent eine forschungsarbeit begleitet, wogegen eine andere den professor begleitet. kurz gefasst: das arbeitsspektrum der assistenten ist breit, sehr breit. (um zu verhindern, dass hier jemand zwischen den zeilen etwas sexuelles vermutet, bitte ich drum, das zwischen-den-zeilen-lesen zu unterlassen, merci!)

interessant ist auch das bewertungssystem. bevor ich mit dem studium begonnen habe, las über eine sogenannte spaghetti-reform, welche die hochschulausbildung auf europäischem niveau vereinheitlichen sollte. zu diesem zweck würden sogenannte trinkpunkte verteilt, die es einem ermöglichen an einer neuen uni weiterzusaufen. ich muss sagen, ich habe keine ahnung wie das mit diesen trinkpunkten funktioniert und ob ich schon welche gesammelt habe. aber diese frage lässt sich sicher an einem superpunkte ähnlichen automaten , die überall auf dem hochschulgelände herumstehen, mit der campuscard kären. kürzlich habe ich mich mit einem mitschüler, auch neutrone genannt, über diese problematik unterhalten. und auch er blickt da nicht ganz durch. was für uns heisst: fleissig weitertrinken und punkte sammeln, dann kann schon nichts schief gehen.

eine unterrichtsform, welche an den universitäten ihren ursprung hat und heute noch viel praktiziert wird, ist die vorlesung. auch an diese art von schule musste ich mich zuerst gewöhnen. kein lehrer der einem eines mit dem lineal überbrät, wenn man nicht aufpasst; kein mitschüler, der einem stupft/gruschelt, wenn man einnickt und keine telefonkette die einem aus dem bett holt, wenn man nicht anwesend ist. ich würde es sogar als freiste aller unterichstformen bezeichnen. es ist ausserdem eine äusserst effektive unterrichtsform. da werden innerhalb von zwei stunden 150 studierende abgefertigt. es erinnert, bei guter besetzung - die durch schlechtes wetter und fortgeschrittener tageszeit erreicht wird -, an batteriehaltung von legehennen. dies hängt vielleicht auch damit zusammen, dass bei meinem sutdiengang 60% frauen eingeschrieben sind. ich denke zwar nicht, denn man sollte frauen auf keinen fall mit tieren vergleichen, weder mit hühner, hennen, katzen, mäuse, äfflein, hasen noch mit säuen.
um nochmals auf das thema vorlesung zu kommen. es gibt dozierende (wie immer politisch korrek geschriebent), die nehmen es mit dem wort vorlesung etwas zu genau und lesen einfach etwas vor. sie laufen dabei sicher nicht gefahr etwas falsch zu machen, aber die zahl der anwesenden studierenden nimmt sicher ab. andere dozierende veranstalten ein regelrechtes theater im hörsaal: springen hin und her, steigen auf die tische oder krümmen sich vor lachen in anwesenheit einer vielzahl von studenten. solche vorlesungen sind dann schon eher nach meinem gusto. da hat man wissensvermittlung und unterhaltung in einem und muss dafür nicht mal ins stadttheater, wobei die campuscard sicher auch dort einen rabatt hervorzaubert.

ich möchte gerne noch einen letzten punkt anreissen: das kommunikationsmittel number one. früher funktionierte die verständigung der studenten über direkten kontakt oder mit anschlägen und dergleichem nostaligschen. heute bekommt die ganze studentenschaft eine eigene email adresse zugewiesen, wobei man leider die zeichen vor dem affenschwängel (@) nicht selber wählen darf... die schulleitung verschickt informationen über prüfungen und kurse, studenten wollen ihre wohnung darüber vermieten, andere möchten büchergutscheine gegen realgeld tauschen (dabei können doch die studenten diese am besten gebrauchen, vielleicht im zeitalter von e-learning und starbucks nicht mehr), der aeschbacher sucht chronisch leute für seinen lauen talk, institute suchen studenent für ausbeuterische arbeiten und andere spamen dich einfach nur zu mit irgendwelchem öffentlickeit zerstörendem gossip. prinzipiell eine gute sache, oder?

ich schliesse hiermit mit meinem fazit über das erste und hoffentlich nicht letzte semester. ich wünsche an dieser stelle allen studentinnen und studenten eine erholsamen break und allen büezern und bürolisten viel spass beim arbeiten. ich für meinen teil muss mich jetzt um ein essenzielles menschliches grundbedürfnis kümmern - den durst.

sebi/kelseb/kelleseb (gespaltene persönlichkeit?)

 

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